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Sonntag, 12.03.2017, 22:45

Im Karriereteil der OÖN wurde eine Studie vorgestellt, die zeigt, dass die Gruppe der 18 – 34-Jährigen am meisten von Stress gebeutelt ist. Ich fand das erstaunlich, da ich in etlichen Interviews von Arbeitgebern las, dass diese sogenannten „Millenials“ die erste Generation sind, der die Work-Life-balance wichtiger ist als ein Gehaltssprung.

Wahrscheinlich ist die Erklärung, dass jene 41 % der befragten 1000 Personen in diesem Alter, die angaben, am Arbeitsplatz akutem Stress ausgesetzt zu sein, auch im Privatleben starke Belastung empfinden.

Ein Viertel aller Berufstätigen sogar fühlt sich vom Burnout bedroht. Inge Schulz, die Leiterin der Human Ressources jenes Konzerns, der die Studie in Auftrag gab, erklärte das so: wer im Beruf zu Stressempfinden neigt, tut dies auch privat und neigt stärker zu Gesundheitsproblemen.

Allerdings habe sich auch herausgestellt, dass hohe Ansprüche am Arbeitsplatz nicht automatisch mit Stressbelastung gleichzusetzen sind. Oft seien es ganz andere Faktoren, die das Stressempfinden beeinflussen, wie Fremdbestimmung, unklare Arbeitsaufträge und oder die Monotonie des Berufsalltags.

bildquelle: millennialsmarketing.com


Sonntag, 19.02.2017, 20:51

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, ins Arbeitsleben zurückzukehren. Nach langem Krankenstand und Reha ist man nicht mehr routiniert und hat viele Vorbehalte, etwa, was sich wohl die Kollegen denken. Ich wurde gottseidank mit Fragen verschont und mein Chef war ganz an meiner Seite. Er verbrachte die erste Zeit gemeinsam mit mir, um etwaige Unsicherheiten abzufangen, die aber nicht auftraten. Dazu war ich doch schon zu lange im Beruf gewesen.

Nachdem die Invaliditätspension im damaligen Sinne abgeschafft wurde und immer mehr Personen aus langen Krankenständen kommen, etwa aus Krebserkrankungen mit Chemotherapie, gab es mit Beginn des Jahres die Neuerung der „Wiedereingliederungshilfe“:
Wenn man nach einem mindestens sechswöchigen Krankenstand noch nicht fit für den Job ist, kann man mit dem Arbeitgeber Teilzeit vereinbaren, die bis zu sechs bzw. neun Monate andauern kann. Im Karriereteil des Kurier waren diese Rahmenbedingungen unter den Neuerungen des Jahres zu lesen.

Die Arbeitszeit kann auf 50 – 75 Prozent des gewohnten Pensums reduziert werden und der Arbeitnehmer erhält in dieser Zeit aliquot Krankengeld. Ich erinnere mich an einen Bericht, der auch einen Vertrauten im Betrieb vorsah, wenn es ein sehr großer Betrieb ist.

Natürlich hagelte es schon beim Vorschlag Kritik. Von Seiten der Wirtschaftskammer z.B., daß es kaum genützt werde. Ich fand jedenfalls bei meiner Recherche im Internet nur Angaben aus zweiter Hand und so eine Neuerung ist meiner Meinung nach ein Zeichen, wie sich die Arbeitswelt verändert..

bildquelle: Stuttgarter-Nachrichten.de


Sonntag, 05.02.2017, 22:42

Im schwedischen Göteborg testen einige Firmen die Sechs-Stunden-Woche. Der Versuch wird noch zwei Jahre laufen, jedoch hat sich bereits jetzt herausgestellt, daß die betroffenen Mitarbeiter glücklicher und produktiver sind. In einer Autowerkstatt z.B. wurde die Öffnungszeit ausgeweitet und damit 25 Prozent mehr Umsatz erzielt.

Damit war ausgeglichen, daß die Mitarbeiter denselben Lohn bekamen wie für die gewohnten Acht-Stunden-Tage. Die Mitarbeiter machten weniger Fehler und hatten auch einmal Gelegenheit, die Kinder von der Schule abzuholen oder selbst zu kochen.

Dieses Modell wurde nun auch bei einer zweitägigen Arbeitszeitkonferenz in Linz diskutiert. Für das Modell spricht unter anderem, daß mehr Arbeit „umverteilt“ wird. Dagegen, daß man mehr Fachkräfte benötigt, es sich nicht für alle Branchen eignet und das Problem der Finanzierung.

In der Krone kam unlängst Burnout-Prophylaxe-Trainerin Manuela Kitzmüller zu Wort, die sich besonders im Pflegebereich für dieses Modell aussprach: In Schweden war auch ein Pflegeheim einbezogen, wo Krankenstände und Ausfälle wesentlich zurückgegangen waren. Und das war „unter dem Strich“ auch volkswirtschaftlich ein Gewinn.

bildquelle: brigitte.de